Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist eines der wichtigsten Symbole von Berlin & Deutschland. Es liegt zwischen dem Platz des 18. März und dem Pariser Platz. Es ist das einzige erhaltene Stadttor, durch das Menschen Berlin in Berlin gehen. Ein Stück weiter im Norden ist das Reichstagsgebäude. Während des Kalten Krieges war der Reichstag in West-Berlin und das Brandenburger Tor in Ost-Berlin. Es wurde zwischen 1788 und 1791 gebaut.

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Das Brandenburger Tor hat zwölf Säulen, sechs an der Eingangsseite und sechs auf der Ausfahrt. Die Säulen bilden fünf Fahrbahnen, den Bürger war es ursprünglich nur erlaubt, die beiden äußeren zu verwenden. Auf der Oberseite des Tores ist der Quadriga. Dies ist Viktoria, die Siegesgöttin Sie sitzt auf einer Art von Pferden gezogenen Wagen.

Nach 1806, als Preußen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt besiegt wurde, stahl Napoleon die Quadriga und nahm Sie mit nach Paris. Als Napoleon 1814 vom preußischen General Ernst von Pfuel im besetzten Pais wurde geschlagen ging die Quadriga nach Berlin zurück, und der Olivenkranz wurde durch ein Eisernes Kreuz verändert. Die Göttin Viktoria wurde Nike, die Göttin des Sieges. 1958 wurde die Quadriga heimlich in den Neuen Marstall verbracht und der Preußenadler sowie das Eiserne Kreuz entfernt bzw. herausgelötet. Die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung erklärte hierzu die „Embleme des preußisch-deutschen Militarismus“ dürften nicht mehr zur Aufstellung gelangen.

Als die Nazis an die Macht kamen, nutzten sie das Tor als ihr Symbol. Das Tor wurde während des Zweiten Weltkriegs beschädigt, aber nicht zerstört. Die Regierungen von Ost-Berlin und West-Berlin schlossen das Tor, als die Berliner Mauer im Jahre 1961 erbaut wurde. Das Tor war in der Mitte der Grenze unmittelbar am Todesstreifen und konnte nicht mehr durchquert werden.

Im Jahr 1963 besuchte US-Präsident John F. Kennedy das Brandenburger Tor. Die Sowjets hingen große Banner über das Tor um die Bürger im Osten von der Rede „fernzuhalten“. In den 1980er Jahren sagte der West-Berliner Bürgermeister Richard von Weizsäcker:

    Die deutsche Frage bleibt offen, solange das Brandenburger Tor geschlossen ist.

von Weizsäcker war der Präsident der Bundesrepublik Deutschland bei der Wiedervereinigung

Das Tor symbolisiert nun die Einigkeit und Freiheit von Berlin und Deutschland. Am 22. Dezember 1989 wurde das Brandenburger Tor wieder geöffnet, Helmut Kohl, der westdeutsche Kanzler, ging hindurch und wurde von Hans Modrow, dem DDR-Ministerpräsidenten begrüßt.

Da in der Zeit der Teilung keine Wartungsarbeiten an dem Tor vorgenommen wurden waren die Stahlverstrebungen teilweise stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Quadriga wurde deshalb umgehend abgebaut und erhielt bei der folgenden Instandsetzung auch das Eiserne Kreuz und den Adler zurück. Die Kosten der jährlichen Instandhaltung belaufen sich auf 200.000 Euro.

Adresse:
Pariser Platz
10117  Berlin

Verkehrsverbindung:
S-Bahn:
Brandenburger Tor (Berlin) (S+U): S1, S2, S25
U-Bahn:
Brandenburger Tor (Berlin) (S+U): U55
Bus:
Brandenburger Tor (Berlin) (S+U): TXL
Reichstag/Bundestag (Berlin): 100, M85
Brandenburger Tor/Glinkastr. (Berlin) (S+U): 147, 200
Marschallbrücke (Berlin): TXL

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